Institut für Soziologie

Neues Forschungsprojekt: „Verstehen, was verbindet – Identifikation wirksamer Communitybildung anhand ausgewählter OE_COM-Projekte“ bewilligt

25.03.2026|19:16 Uhr

Wie entstehen Communities rund um offene Bildungsressourcen (OER)? Welche Bedingungen fördern oder hemmen ihre Entwicklung? Mit diesen Fragen befassen sich Prof. Dr. Miriam Kuckuck und Dr. Laura Behrmann im gemeinsamen Forschungsprojekt „Verstehen, was verbindet“. Ziel ist es, die Wirkung und Wirksamkeit von Communitybildungsprozessen innerhalb der OE_COM-Förderrichtlinie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) systematisch zu untersuchen.

Im Mittelpunkt steht die Analyse, wie die einzelnen Projekte zur Stärkung, Erweiterung und Entstehung von OER-Communities beitragen. Dabei werden sowohl direkte Aktivitäten und Effekte als auch längerfristige Wirkungen auf Vernetzung und Wissensaustausch betrachtet. Grundlage der Untersuchung ist das IAAOI-Modell (Input – Aktivitäten – Output – Outcome – Impact) nach Belcher et al. (2019), das eine strukturierte Analyse der Wirkungsketten ermöglicht.
Fünf Projekte der OE_COM-Förderrichtlinie werden im Forschungsprozess besonders in den Blick genommen. Über Interviews, Dokumentanalysen und eine Online-Befragung werden Entstehungsbedingungen, Erfolgsfaktoren und Hemmnisse der Communitybildung untersucht. Besonderes Augenmerk gilt der Verzahnung von digitalen und analogen Formen der Vernetzung: Welche Akteur:innen werden erreicht – und welche möglicherweise nicht?
Die Ergebnisse fließen in eine praxisorientierte Handreichung zur Entwicklung von OER-Communities ein. Sie soll Muster erfolgreicher Netzwerkarbeit sichtbar machen und Akteur:innen im Bildungsbereich bei der Gestaltung eigener OER-Initiativen unterstützen. Abschließend werden die Befunde in einem Workshop diskutiert und für die Veröffentlichung aufbereitet.
Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zum wissenschaftlichen Verständnis von Netzwerkbildung, Wissensdiffusion und Communitydynamiken – und trägt zugleich zur nachhaltigen Entwicklung von offenen Bildungspraktiken bei, sowohl im digitalen als auch im analogen Raum.