Neues Forschungsprojekt: „Verstehen, was verbindet – Identifikation wirksamer Communitybildung anhand ausgewählter OE_COM-Projekte“ bewilligt
Im Mittelpunkt steht die Analyse, wie die einzelnen Projekte zur Stärkung, Erweiterung und Entstehung von OER-Communities beitragen. Dabei werden sowohl direkte Aktivitäten und Effekte als auch längerfristige Wirkungen auf Vernetzung und Wissensaustausch betrachtet. Grundlage der Untersuchung ist das IAAOI-Modell (Input – Aktivitäten – Output – Outcome – Impact) nach Belcher et al. (2019), das eine strukturierte Analyse der Wirkungsketten ermöglicht.
Fünf Projekte der OE_COM-Förderrichtlinie werden im Forschungsprozess besonders in den Blick genommen. Über Interviews, Dokumentanalysen und eine Online-Befragung werden Entstehungsbedingungen, Erfolgsfaktoren und Hemmnisse der Communitybildung untersucht. Besonderes Augenmerk gilt der Verzahnung von digitalen und analogen Formen der Vernetzung: Welche Akteur:innen werden erreicht – und welche möglicherweise nicht?
Die Ergebnisse fließen in eine praxisorientierte Handreichung zur Entwicklung von OER-Communities ein. Sie soll Muster erfolgreicher Netzwerkarbeit sichtbar machen und Akteur:innen im Bildungsbereich bei der Gestaltung eigener OER-Initiativen unterstützen. Abschließend werden die Befunde in einem Workshop diskutiert und für die Veröffentlichung aufbereitet.
Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zum wissenschaftlichen Verständnis von Netzwerkbildung, Wissensdiffusion und Communitydynamiken – und trägt zugleich zur nachhaltigen Entwicklung von offenen Bildungspraktiken bei, sowohl im digitalen als auch im analogen Raum.